Die Anfänge des Handbuchs

Autorin: Nina Gerling

Im Frühjahr 2008 entschied ich mich, dass ich für TYPOlight (der alte Name des Content Management Systems Contao) ein Handbuch für Redakteure schreibe. Das Ergebnis veröffentlichte ich kurz danach online auf einer eigenen Webseite. Dabei zeigte sich schnell, dass tatsächlich großer Bedarf an Dokumaterial für Redakteure existiert. Die erste Fassung des Handbuchs war nur rudimentär aufgebaut, aber die Handbuch-Webseite kam dennoch sehr gut an und konnte sich stetig steigender Zugriffszahlen erfreuen.

Als sich 2009 die Chance bot, dass ich ein gedrucktes Handbuch für Redakteure veröffentlichen kann, ergriff ich sie natürlich gerne. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass ich nicht einfach das Online-Handbuch als Basis dafür verwenden konnte, da ihm die nötige Struktur fehlte.

Deshalb fing ich doch nochmal ganz von vorne an und schrieb das Ihnen nun vorliegende Buch. Eine Besonderheit möchte ich aber an dieser Stelle nicht verschweigen: Der Addison-Wesley-Verlag akzeptierte meinen Wunsch, dass ich den Inhalt dieses Buchs ebenfalls wieder online (www.contao-handbuch.de) veröffentliche. Dafür möchte ich mich sehr bedanken, da somit alle Contao-Redakteure Zugriff auf das Handbuch haben – auch wenn sie z. B. kein gedrucktes Buch lesen können, weil sie blind sind oder die deutsche Sprache nicht beherrschen.

Sie wundern sich? Ja, wir haben auch blinde Redakteure, die Contao nutzen. Natürlich gibt es noch einige Ecken und Kanten, die es ihnen schwer machen, alle Facetten des Systems zu nutzen, aber wir arbeiten daran, das zu verbessern. Das Contao-Team sieht Barrierefreiheit als einen wichtigen Bestandteil der Entwicklung und möchte zukünftig auch die Arbeit der Redakteure barrierefreier gestalten. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Kapitel Barrierefreiheit mit Contao.

Und ja, auch fremdsprachige Redakteure profitieren vom Online-Handbuch. Es existiert leider noch kein umfassendes englisches Handbuch für Redakteure, sodass sie das deutsche Handbuch auf diese Art und Weise zumindest mithilfe von Google Translate oder anderen Übersetzungsprogrammen lesen können. Ich hoffe, dass der Bekanntheitsgrad von Contao weiterhin so rasend steigt wie bisher – vielleicht findet sich dann ein Verlag, der auch ein englisches Contao-Buch veröffentlicht.